Von den mehr als 500 Gästen aus allen Teilen Deutschlands im Hotel Maritim wurden Frank Henkel, der Fraktions- und Landesvorsitzender der CDU Berlin, Angelika Aschenbrenner, Kuratoriumsvorsitzende der Oskar-Patzelt-Stiftung, und Rolf Gröber, Vertreter der Deutschen Post AG als Hautsponsor, herzlich begrüßt.
Nach den erfolgreichen Ländergala in Magdeburg, Würzburg und Düsseldorf, bei denen mehr als 1 600 begeisterte Gäste die Ehrung der Finalisten, Preisträger, wirtschaftsfreundlichsten Kommunen und Banken aus 16 Bundesländern miterlebten, wurden zum Abschluss in Berlin die bundesweit jährlich nur einmal zu vergebenden SONDERPREISE überreicht.
In der Grußbotschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit, heißt es u. a.: "Die überstandene Wirtschaftskrise hat wieder einmal deutlich gezeigt: Auf den Mittelstand kommt es an. Er ist nicht nur Träger von Wachstum, Ausbildung und Beschäftigung, er verfügt auch über die Flexibilität und Innovationskraft, um eine fundamentale Krise zu überstehen. Das hat sich auch in Berlin gezeigt, dass dank vieler kleinerer und mittlerer innovativer Firmen gestärkt aus der Krise hervorging."
Der Initiator der Oskar-Patzelt-Stiftung und Vorstand, Dr. Helfried Schmidt, hob in seiner Begrüßungsrede hervor, dass alle Unternehmer täglich Applaus und Zuspruch dafür bekommen müssten, „dass Sie die seltene Gabe bewahren - Arbeit so zu organisieren, dass Beschäftigung für Dritte entsteht, ohne zuvor nach Geld vom Staat zu fragen und dabei hinreichend so viel erwirtschaftet wird, dass auch der Staat seinen Anteil durch Steuern und Abgaben erhält. Deshalb ist Ihnen, liebe Unternehmerinnen und Unternehmer, dieser Abend gewidmet. Denn eigentlich gebührt jedem von Ihnen eine solche Auszeichnung".
In der Geschichte der Preisverleihung seit 1995 war es der 50. Ball, der den festlichen Abend beschloss. Sie fanden allesamt unter der Regie von Christof Enderlein statt. Er wurde dafür von der Oskar-Patzelt-Stiftung in Berlin mit der „Goldenen Ehrennadel" ausgezeichnet.
Für den heute zu Ende gehenden Wettbewerb um den „Großen Preis des Mittelstandes 2011" wurden bundesweit insgesamt 3 552 kleine und mittelständische Unternehmen von mehr als 1 100 Institutionen nominiert.
Die Teilnehmer des Wettbewerbs „Großer Preis des Mittelstandes" repräsentieren die Wachstumselite des deutschen Mittelstandes. Es sind Firmen, die mit starken Werten, klarer Strategie und hoher Flexibilität ihren Kurs steuern; die teilweise über Generationen hinweg Erfahrungen in der Bewältigung von Krisen und Strukturumbrüchen gesammelt haben und das mit voller Innovationskraft. Es sind Firmen, die sich um Menschen kümmern und täglich ihre Regionen stabilisieren.
- Die für den 17. Wettbewerb 2011 nominierten 3552 Unternehmen beschäftigten per 31.12.2010 zusammen rund 1,345 Millionen Mitarbeiter, was einer Steigerung der Beschäftigung in den letzten fünf Jahren - trotz Krise!! - von 39 Prozent entspricht.
- Ihre durchschnittliche Ausbildungsquote beträgt 5,9 Prozent.
- Die Weltfinanzkrise wirkte sich auch auf diese Unternehmen aus: sie verloren 2009 im Durchschnitt 3,5 Prozent Umsatz gegenüber 2008. Im Fünf-Jahres-Zeitraum bis 2010 konnten sie dennoch gegenüber 2006 den Umsatz um durchschnittlich 44 Prozent steigern. Die Umsatzrendite lag bei durchschnittlich 7,8 Prozent vor Steuern.
- Sie erwirtschaften jährlich Steuer- und Abgabenzahlungen von 28 Mrd. Euro.
- Sie realisieren doppelt so viele Investitionen wie der Durchschnitt der KMU in Deutschland und verstärkten in vielen Fällen die Investitionen antizyklisch - gerade im Krisenjahr 2009.
- Ihre Eigenkapitalquote liegt deutlich über dem Durchschnitt alle KMU in Deutschland, häufig über 50 Prozent. Im Durchschnitt konnte die Eigenkapitalquote in den letzten drei Jahren trotz Krise von 33 auf 37 Prozent gesteigert werden; sie dient damit als Krisenpuffer.
- Das regionale und soziale Engagement, neudeutsch: corporate social responsibility, ist traditionell außerordentlich breit und intensiv ausgeprägt. Neben den Führungspersonen arbeiten auch Mitarbeiter ehrenamtlich in zahlreichen Funktionen und Initiativen mit. Die Unternehmen geben umfangreiche materielle und finanzielle Unterstützung und entwickeln zahlreiche eigene Initiativen im Sozial-, Kultur- und Umweltbereich.
Ehrenplaketten für beeindruckendste Preisträger 2011 - K+B E-Tech GmbH & Co. KG, Cham (Bayern)
Drei Säulen des Erfolgs
Kappenberger + Braun zählt zu den führenden Elektrounternehmen in Deutschland und zu den größten in Bayern. Es wurde 1960 als Elektro-lnstallationsfirma mit Elektro-, Radio- und Fernseh-Einzelhandel gegründet und ist heute international mit aktuell 1 440 Mitarbeitern tätig, davon in Deutschland 820, von denen 99 Auszubildende in zehn Berufssparten sind. Der Umsatz steigerte sich kontinuierlich auf 120 Mio. Euro. Das Unternehmen steht auf drei Säulen: Elektroinstallation, Kommunikations- und Steuerungstechnik und Elektrofachhandel.
Die K+B E-Tech wurde zum 2. Mal seit 2010 von der IHK Regensburg, Geschäftsstellen Cham und Regensburg, der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz und der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich Aktiengesellschaft, Zweigniederlassung Süddeutschland, nominiert 2010 erfolgte die Auszeichnung als „Finalist", 2011 als „Preisträger".
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